Chorleitung - Volker Vormann

 

 

 

 

 Pyrmonter Nachichten, 17. 08. 2017

 

 

 

 Pyrmonter Nachrichten zum Konzert 1.9.2017 im Kurtheater Bad Pyrmont:

 

     Pop-Ensemble im vollen Kurtheater
 

     von Klaus Titze

 

    Shine a light-Heimspiel vor begeisterten Fans 

 

Der Körpereinsatz und nicht selten mehrere Begleitinstrumente - hier beim "Walking On Sunshine" - prägen die Auftritte des Chors. Foto: Ti 

 

BAD PYRMONT. Ja! Genau der im ausverkauften Kurtheater erlebte Musikgenuss war offensichtlich das, was die Besucher der Veranstaltung erwartet hatten und was sie zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Fragte man in die Besuchergruppe hinein, ob man einen Fan des Pop-Chores „Shine‘a’Light“ vor sich habe, so erntete man oft ein glücklich zufriedenes und somit zustimmendes Lächeln. Viele von ihnen hatten sich mit Leuchtstäbchen in allen möglichen Farben ausgestattet, die sie im abgedunkelten Theatersaal zum Einsatz brachten.

Doch bevor es nach der Pause im zweiten Teil des Konzerts schmusiger wurde und die Fans zum Gebrauch der Leuchtmittel verführte, zelebrierte der Chor seine Vielseitigkeit an poppigen Songs. Insbesondere Internationales aus den 1960ern und ‘70er Jahren hatte Chorleiter Volker Vormann, der

an diesem Abend für seine zehnjährige Chefstelle von seinen Stimmen ein Dankespräsent erhielt, zusammengestellt und dabei in erster Linie Songs auserwählt, die nicht nur dem Publikum gefallen sollten. Auch den Chormitgliedern schienen die Musikstücke zu liegen, wie an der Spielund Sangesfreude auf der Bühne zu erkennen war.

 

Ob nun rhythmische Bewegungen die Melodien unterstrichen oder stimmliche oder instrumentale Solostücke die Besucher fesselten - dem Chor wie auch einzelnen Interpreten war ein begeisterter Applaus gewiss. Pfeifsicher gelang eine Passage in "California Dreaming", 1966 von The Mamas & The Papas gesungen, wie auch die Paraderolle des passend im damaligen Look gekleideten Leadsängers Werner Wolters "In The Year 2525" von Zager and Evans aus dem Jahr 1969.

 

Kleine Performance zum Gesang: Einige Engel der Liebe tanzen im Sauseschritt gegen den Hass. Foto: Ti          

 

 

Nahezu authentisch klagend erklang die von Eva Vormann bespielte Flöte in dem Song "Scarborough Fair" von Simon & Garfunkel und zog die Anwesenden in ihren melodischen Bann, während beim "Ring Of Fire" von Jonny Cash ein Feuerring ähnliches Teil kräftig zum Einsatz kam.

 

Die Beschwingtheit der Songs wurde mit in die Pause und vor das Kurtheater genommen, wo das Publikum sich ausgiebig über die eigene Begeisterung austauschte. Die sollte sodann noch eine Steigerung erfahren, denn danach ging es mit einem Potpourri von Liedern der "Neuen Deutschen Welle" weiter.

 

Kurz angestimmt wechselten die Songs in schneller Folge jeweils mit kleinen Szenen oder lustigen Kostümen garniert. Zu hören waren "Major Tom" ebenso wie das "Da, Da, Da - ich lieb dich nicht, du liebst micht nicht", gedüst wurde im Sauseschritt, man ließ mit Hurra die Schule brennen oder den Goldenen Reiter reiten, bis schließlich kie kleine brennende Taschenlampe langsam verlöschte und Raum für tosenden Applaus gab.

 

Nun endlich schloss sich der Leuchtmitteleinsatz an, startend mit dem einem gregorianischen Gesang ähnlichen walisischen Song "Adiemus".

 

Erstaunen erzeugten Einzelne aus dem Chor, die sogar verständlich und sicher im Ausdruck das suahelische "Baba Yetu" brachten, bevor sich der Theaterinnenraum mit dem filmisch in "Sister Act" bekanntgewordenen Song "I Will Follow Him" und dem Song "Walking On Sunshine" seinem siedenden Höhepunkt näherte.

 

Klangvoll ging es über in die mit lautem Fußgetrappel, Gejohle und Begeisterungspfiffen gefordere Zugabe, die über "The Sound Of Silence" in ein stehend lautstark vom Publikum mitgesungenes "Amen". Selbst beim Verlassen des Gebäudes und auf der Hauptallee hatten einige der Besucher noch das "Amen" auf ihren Lippen und in ihrer Kehle.

 

 

 

 

 Pyrmonter Nachrichten zum Konzert 4.11.2017 im Klostersaal Lügde: 

 

Ein rauschender Singabend

 

von Rudi Rudolph

 

Chor „Shine A Light“ vermittelt jede Menge Spaß

 

LÜGDE. Total erschöpft und offensichtlich überglücklich stürzten sich die Mitglieder des Chores „Shine A Light – modern choir“ am Samstagabend in die After-ShowParty, hatten sie doch soeben ein fulminantes Programm mit vollem Kehlen- und Körpereinsatz gemeistert. Das 10-jährige Jubiläum dieses überaus erfolgreichen Chores, der im November 2007 auf dem Hagen seinen Anfang nahm, war Anlass, den Lügder Klostersaal als Bühne zu nehmen und sich mit einem Programm zu präsentieren, das so ziemlich weit ab von traditioneller Chormusik liegt.

 

 

Die Mitglieder des Chores "Shine A Light" interpretieren das Lied "Ring Of Fire" im Lügder Klostersaal. Foto: ar.  

 

Dafür vermittelte der Auftritt jedoch eines: einen riesigen Spaß an der Musik, fünfstimmige Exaktheit ohne Noten- oder Textbücher zu benötigen, tolle Solisten und Bewegung auf der Bühne mit kleinen Showeinlagen und ideenreichen Kostümen.

 

Chor-Puristen mögen nörgeln, es seien ja nur englische Stücke im Programm, doch das macht andererseits auch seinen Reiz aus. Die 50 Jahre Zeitreise vom Rock’n’Roll bis heute, beginnend mit „Love Shine A light“, dann fortgesetzt mit „Happy Together“ und „Hit The Road Jack“ lassen sich einfach nicht ins Deutsche übertragen und gleichermaßen mit Power und Vehemenz singen. Dazu die ebenfalls für einen Chor ungewöhnliche Begleitung mit Gitarre, manchmal sogar mehreren, Cajon oder Trommel, bei irisch anmutenden Songs wie „Scarborought Fair“ sogar mit der guten alten Blockflöte. Das hatte Atmosphäre, das klang wie das Original und hatte doch seinen ganz eigenen Charakter.

 

Der voll besetzte Klostersaal ging mit, man klatschte und wiegte sich zu den Songs, viele hatten die Texte parat und sangen mit. Auch die beiden Bürgermeister, Klaus Blome aus Bad Pyrmont und Heinz Reker aus Lügde, ehrten das 10-Jährige mit ihrer Anwesenheit und hatten ihre Freude an den Hits, die sie noch selbst als junge Leute erlebt hatten. Quirlig und bunt ging es durch den Abend, und während die Sängerinnen und Sänger in der ersten Hälfte in strengem Schwarz und ein wenig Silber auftraten, wurde die zweite Hälfte entschieden bunter. Farbige Hemden, Shirts und Blusen, dann mit glitzernden Maskierungen ein Ausflug in die ebenso bunte Neue Deutsche Welle.
 

 

Mit zahlreichen tollen Ideen wurde hier Chormusik gemacht, die von „Ring Of Fire“ mit einem „Feuerring“, den Ricarda Böhnke gekonnt kreisen ließ, über „I Don’t Like Mondays“ mit seinem tragischen Hintergrund bis hin zu tiefgehenden Stücken reichte. Besonders beeindruckend das „Africa“, bei dem mit geriebenen Händen, Fingerschnipsen und Klatschen ein leichter Regen bis zum Wolkenbruch und Gewitter simuliert wurde, das „Baba Yetu“ (Vater unser) und ebenso das „Adiemus“, das glatt eine Gänsehaut erzeugte. Diese aus der Werbung bekannte Melodie, gesungen in einer nur aus willkürlichen Silben zusammengesetzten Kunstsprache, zeigte das hohe gesangliche Niveau, auf dem sich der Chor befindet. Verantwortlich dafür Chorleiter Volker Vormann, der alle Stücke am Keyboard begleitete.

 

 

 

 

 

   

 

DEWEZET, 26. Januar 2017

Shine A Light - modern choir e.V.